SeviPreview
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Sri Lanka

Auf unserer Hochzeitsreise in Sri Lanka im Juni 1983 fielen uns die reich verzierten hölzernen Masken und Elefantenfiguren auf. Vielleicht könnte man auf dieser Handwerkstradition eine Produktionsstätte für Sevi Artikel aufbauen. Offensichtlich waren wir nicht die ersten, die diese Idee hatten. Beim Export Development Board bekamen wir eine Liste von Produzenten von Artikeln aus Holz. Die meisten waren äußerst primitiv, aber einer beeindruckte uns besonders. In einer neugebauten hellen und sauberen Halle saßen an die vierzig Mädchen und bemalten traditionelle skandinavische Dala Weihnachtspferde. Der Eigentümer Kumar Boralessa erzählte uns, dass er einen großen Auftrag von Ikea erhalten hatte. Ursprünglich war er Direktor eines englischen Tee Produzenten gewesen. Ein Einkäufer von Ikea hatte ihn auf die Idee gebracht sich selbstständig zu machen machen und die lokale Handwerkstradition zu nutzen, um Produkte für den europäischen Markt herzustellen. Wir zeigten ihm den Sevi Katalog und fragten, ob er wohl so etwas produzien könnte.

Kurze Zeit später erhielten wir ein Telex: "Lande morgen um 16.50 in Mailand, wie komme ich zur Sevi? Kumar Boralessa Im Koffer hatte er mehrere Dutzend Modelle, die er aufgrund des Sevi Katalogs erstellt hatte, aber auch einige Artikel, die an die lokale Tradition angelehnt waren.

Dies war der Beginn einer langen Zusammenarbeit und persönlichen Freundschaft. Kumar war ein sehr geschickter Organisator. Er hielt jedes Problem für lösbar und fast immer gelang es ihm auch eine Lösung zu finden.

Zwei Faktoren waren für den Erfolg entscheidend: das große Geschick der Masken-Maler und die beinahe unbeschränkte Verfügbarkeit von Rubber-Wood, das praktisch nichts kostete.

Während man bisher vor allem darauf achten musste die neuen Artikel möglichst kostengünstig herstellen zu können, also auf Details weitgehend verzichten musste, konnten die neuen Artikel jetzt wieder reich verziert werden. Anfangs mussten wir auf die primitive technische Ausstattung von Kumars Firma Rücksicht nehmen. Aber er scheute keine Investitionen, ließ in Piliandala an der Straße von Colombo nach Kandy eine großzügige Fabrik errichten und nach und nach schickten wir Maschinen von Pontives nach Sri Lanka, schulten die dortigen Mitarbeiter ein und die Produkte wurden qualitativ immer besser.