SeviPreview
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Die Zeichner*innen

In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg vertrieben alle Grödner Verleger mehr oder weniger dieselben Produkte. Die einzelnen Heimarbeiterfamilien hatten sicher einen bevorzugten Verleger, wollten sich aber nicht zu sehr abhängig machen und belieferten auch den Bestzahlenden. Jede Familie war auf einige Artikel spezialisiert. Die Verleger brachten von den Messen neue Ideen und Muster und beauftragen die geschicktesten Heimarbeiter dazu neue Modelle zu entwerfen.

Nach dem ersten Weltkrieg überlebten nur wenige Spielzeug-Verleger, die meisten konzentrierten sich auf sakrale Schnitzereien. Mein Großvater Bera Adolf da Vastlè und sein Schwager Bera Tone Riffesser ANRI, vereinbarten, sich gegenseitig keine Konkurrenz zu machen und den Markt nach gedrechselten Spielsachen und geschnitzen sakralen und profanen Figuren aufzuteilen.

Beide Firmen engagierten nun geschulte Künstler, die jeweiligen Kollektionen zu entwerfen. Für Sevi wurde Hermann Keim beauftragt.

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In den vierziger Jahren lernte mein Vater die Innsbrucker Malerin Gretl Karasek kennen. Sie war durch ihre lieblichen Bilder mit Kindern in der Tracht bekannt. Es entstand eine Kollektion von Miniaturen, welche traditionelle Handwerkersberufe und Feste darstellen.

Da ihr die Fahrten über den Brenner zu mühsam wurden empfahl sie eine junge Kollegin Martha Hauser. Und das war ein Glückstreffer für Sevi. Von .... bis 1998 hat sie die Sevi Kollektionen entworfen. Sie konnte sich allen technischen Möglichkeiten und Grenzen anpassen und den Modellen eine ästhetisch anspruchsvolle Form geben. Seit ich meine Arbeit in der Firma begann sah ich es als meine Hauptaufgabe, Ideen für neue Artikel und Kollektionen zu entwickeln. Ein paar dilettantistiche Skizzen genügten und Martha entwarf eine neue Kollektion.

Es war nicht leicht einen Ersatz für Martha zu finden, wenn sie in Pension gehen würde.

Pia Pedevilla aus dem Gadertal, die mit ihren Bastelbüchern im Frech Verlag sehr erfolgreich war, konnte ich für eine Zusammenarbeit gewinnen. Da sie an der Kunstschule in St. Ulrich studiert hatte, hatte sie schon einen Bezug zum Grödner Holzspielzeug.

Mit der Belgierin Rita Fortin waren wir in Kontakt gekommen, da sie gedrechselte Teile für ihre Schmuck Kollektion bei uns kaufen wollte. Ich dachte, dass ihr Stil gut zu Sevi passen könnte und beauftragte sie eine Sevi - Bijouterie Kollektion zu entwerfen. Sie hat bis 1998 für Sevi gearbeitet.

Wir haben auch mit Künstlern zusammen gearbeitet, die schon sehr erfolgreich waren, wie Altan und Morillo. Beide waren äußerst liebenswürdige und interessante Persönlichkeiten und die Zusammenarbeit war angenehm und fruchtbar.