Legemethode nach Si Stebbins
1896 brachte Si Stebbins sein Legesystem zur Welt. Die Grundzüge sind schon 1593 von Horatio Galsasso publiziert worden.
Das Spiel ist in einer bestimmten Reihenfolge gelegt, so dass es dem Kartenkünstler möglich ist anhand der Karte die vor der gewählten Karte liegt oder der dahinter liegende Karte den Wert der Karte zu kennen, die gewählt wurde. In der Grundabfolge erhöht sich der Wert der nächsten Karte um 3 und die Farben wechseln in einem bestimmten System; hierdurch kommen alle 52 Karten in eine bestimmte Reihenfolge. Das Ursprungssystem heißt CHaSeD und steht für die Farben Clubs♣ Hearts♥ Spades♠ Diamonds♦ Ass hat die Nummer eins, Bube 11, Dame 12 und König 13. So ergibt sich folgende Reihenfolge A♣ 4♥, 7♠, 10♦, und K♣. Die Karten liegen in einem Kartenband und die Ordnung wird durch Abheben nicht zerstört. Nach dem König beginnt es wieder von vorne mit einer 3, nach der Dame wird zur nächsten 2 gesprungen und Ass folgt auf Bube.
Die Kenntnis der Abfolge eines gesamten Kartenspieles erlaubt eine Vielzahl von Effekten – es gibt ganze Abhandlungen zum Einsatz von Legesystemen, speziell auch des Si Stebbins Methode. Der Zuschauer kann wirklich frei an einer beliebigen Stelle abheben oder aus einem Kartenfächer frei eine Karte wählen und ich bin in der Lage als Vorführender aufgrund der verbliebenen Karten, die Karte des Zuschauers zu erkennen.
Stebbins startete mit der 6♥ dann ergibt sich die folgende Reihenfolge, von oben rechts nach unten links:
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 6 | 9 | Dame | 2 | 5 | 8 | Bube | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass | Ass |
| 4 | 7 | 10 | König | 3 | 6 | 9 | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame | Dame |
| 2 | 5 | 8 | Bube | Ass | 4 | 7 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 |
| König | 3 | 6 | 9 | Dame | 2 | 5 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Bube | Ass | 4 | 7 | 10 | König | 3 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 |
| 9 | Dame | 2 | 5 | 8 | Bube | Ass | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| 7 | 10 | König | 3 |
Idee: Zuschauer hebt an einer Stelle ab: es entstehen zwei Stapel 1 und 2. Stapel 1 kommt zur Seite, denn es wird mit der Stelle gearbeitet an der der Zuschauer wirklich abgehoben hat. Die Karte bei der abgehoben wurde nimmt Zuschauer A an sich (jetzt die oberste Karte von Stapel 2). Zuschauer B würfelt eine Zahl (1 bis 6) zählt der Zahl entsprechend Karten von Stapel 2 ab nimmt die dementsprechende Karte an sich: aufgrund des Legesystems ist es einfach auch die „erwürfelte“ Karte zu kennen.
Beispiel: das Kartenspiel wird falsch gemischt und mehrfach abgehoben, auch der Vorführende weiß nun nicht welche Karte oben liegt. Der Zuschauer hebt ab und gibt Stapel 1 nach rechts. Der Vorführende deutet auf die Stelle an der abgehoben wurde und bittet den Zuschauer diese Karte zu nehmen (obere Karte von Stapel 2). Nun bringt der Vorführende einen Würfel ins Speil und rekapituliert noch einmal: das Kartenspiel wurde gemischt und an einer beliebigen Stelle abgehoben. Nun nimmt er Stapel 1 kurz zur Hand und sagt: diese Karten spielen nicht mehr mit, hierbei schaut er sich die untere Karte von Stapel 1 an. Nehmen wir an es ist die Karo 7. Nun wissen wir schon, dass der Zuschauer die Kreuz 10 genommen hat. Nehmen wir an es wird eine 4 gewürfelt: Kreuz 10 plus 4, wir landen bei Kreuz 9 – dies gibt Spielraum für einige Bemerkungen (nah beieinander etc.)
Juan Tamariz, einer der Karten-Koryphäen dieser Tage, hat ein eigenes Buch über sein gelegtes Deck geschrieben, welches einerseits komplett memoriert werden muss, andererseits natürlich ungeahnte Möglichkeiten eröffnet und die Karten sind in keiner schwarz-rot-Abfolge.







