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Session Zero (voll)

Detroit – Die träumende Stadt - Detailbericht „Session Zero" (01)

Szene 1: Jin Zhong – Rettungseinsatz mit Folgen

Der von allen nur John genannte, bullige Asiate fährt im Rettungswagen von Hank mit nach Delray, ein Viertel das weitgehend unter Gang-Kontrolle liegt. Hank bietet dem jüngeren Sanitäter ein paar Pillen an die „die Nacht besser überstehbar“ machen. John steckt sie vorerst dankbar ein. Vor Ort bietet sich ein Bild der Zerstörung. In der Wand der stillgelegten Fabrik steckt ein Polizeiauto, davor am Boden liegt ein verletzter Polizist mit gesprungenem Schutzhelm, kaum mehr bei Bewusstsein. Auch der Polizist der Jin Zhong abholt scheint arg mitgenommen. Nachdem der Polizist an der Auto-in-Wand-Szene an Hank übergeben ist, folgt John einem Hilfeschrei von innerhalb des Gebäudes. Dort inmitten von rostigem Schrott und dem Gestank von abgeladenem Müll findet er einen weiteren Polizisten mit gebrochenem Arm und Bein. Als er sich zum Versorgen niederkniet bricht ein Mann in wehender Robe mitten durch die Wand. Ihm folgend tritt eine braunhaarige Frau in makellos sitzendem Lederanzug und enger Hose durch den Mauerdurchbruch. „John“ fällt eine Verödung bzw. Hautkrebserscheinung an ihrem Hals auf, dann entspinnt sich ein Kampf zwischen der Frau und dem Robenträger. Er schleppt den Polizisten in Sicherheit und sieht wie die Frau den nieder gerungenen Robenträger eiskalt ersticht. „John“ lässt den Polizisten liegen, schnappt sein Notfallequipment und eilt dem Robenträger zur Hilfe, während die Frau mehrfach, professionell das Messer in den Liegenden rammt. Daraufhin rammt Jin Zhong ihr die Faust gegen die Seite, was in etwa so wirkungsvoll wie ein Eierlöffel an einem Granitblock ist. Ein simples „Hören Sie auf damit, Voss Security.“ folgt und eine kurze Erklärung dass es sich hier im einen gefährlichen Kriminellen handele der drei Polizisten verletzt hat. Sie spricht von professioneller Handhabe und für alles Weitere möge er sich an Voss Security wenden. Dann geht sie einfach davon. Jin Zhong entscheidet sich lieber dem schwer Verletzten das Leben zu retten statt der Frau zu folgen und fährt mit ihm zurück ins Krankenhaus. Dort wird er allerdings von Polizisten abgeholt, um eine Aussage auf dem Revier Downtown zu machen.

Szene 2: Cassian – Ein mysteriöser Hack für „Mr. Jack“

Cassian erhält an seine Insider-Adresse unter seinem Addy „FalconX“ eine Mail mit einem Auftrag, die Voss Foundation zu hacken. Von einem bestimmten Server soll er Daten stehlen. Nach kurzer Recherche erscheint die Voss Foundation als eine klassische, gemeinnützig Gesellschaft, vermutlich einfaches Greenwashing von Voss Industries. Da Cassian aktuell genug Zeit hat nimmt er aus Langeweile an, doped sich mit einem Energydrink, wirft eine Weg werf-Linuxdistribution an und beginnt den Angriff auf die Systeme der Foundation. 2 Er findet den besagten Server und Ablageort, lässt es sich auch nicht nehmen, kurz in eine Datei rein zu schauen und liest von „Projekt Eurydike“. Offenbar sehr wissenschaftlicher Kram über „biotechnische Aufwertung“, nicht wirklich gemeinnützig. Interessiert kopiert er alles auf ein Flashdrive. Dann erscheint eine Meldung auf seinem Laptop, dass er hier nichts zu suchen habe und er das lassen soll. Ein Gegenhack zum Überprüfen wer ihn da von wo aus kontaktiert (und WIE ZUM GEIER?) bleibt erfolglos, also zieht Cassian das Gerät vom WAN ab und verlässt seinen Mancave. Er macht sich auf den Weg in ein nicht weit entferntes Starbucks, geht dort ins WLAN und versucht weiter herauszufinden wer ihn da entdeckt hat, als anzug-bewehrte Schränke in Menschenform das Starbucks betreten. Er wird „Mr. Jack“ gerufen und rennt über den Hinterausgang aus dem Starbucks. Dabei versteckt er den Flashdrive unter seiner Armbanduhr. Als er auch dort erwartet wird, wirft er den Scherken einfach den Laptop entgegen und rennt in eine Gasse … eine Sackgasse. Dort stellt man ihn, denn eine Wand direkt hinaufzulaufen überfordert Cassians Kletterskills. Mit irgendeinem fiesen Trick brutzeln die Fieslinge aus der Entfernung seine Armbanduhr so dass er das brennende Ding abstreifen muss und damit den Flashdrive verliert. Geschlagen aber nicht wortlos lässt er sich widerstandslos auf die Polizeiwache Downtown bringen. Arschkrampen allesamt.

Szene 3: Michael – Der Glaube an das Gute und die Realität

Michael nimmt an einem Benefiz-Konzert für die weniger Begüterten von Northend teil und wird hinterher von Alexander Voss besucht, dem vermutlich baldigen Bürgermeister von Detroit. Voss unterbreitet ein Spendenversprechen für die Gemeinde und man ist sich einig dass allein der Glaube der richtige Weg für Detroit ist. Kurz darauf wieselt Philip Roper, ein schmaler junger Mann auf Drogenentzug heran. Er fleht um Hilfe für seine Schwester und sich. Sie ist aktuell Geisel der Jenkins Brothers und Phillip hat eben jene mit Falschgeld bezahlt. Er schuldet ihnen etwa 10.000 Dollar. Michael bietet an mitzukommen und beim Verhandeln zu helfen. Das läuft jedoch gründlich schief. Die Nachbarschaft ist tief schwarz, die heruntergekommene Bude der Jenkins Brothers voller angestauter Gewaltbereitschaft. Michael erreicht nichts und stattdessen soll an Philip Roper, dessen Schwester UND Michael ein Exempel statuiert werden – direkt im Hinterhof. Als die finalen Schüsse fallen sollen, versagen eine um die andere sämtliche Waffen im Hinterhof. Wieder scheint Alexander Voss und auf merkwürdigste Weise bleiben allen Anwesenden Gangstern die Flüche im Halse und sämtliche Kugeln in den Waffen stecken. „Mr. Morales, würden Sie mich bitte begleiten“ … und schon findet sich Michael in Gesellschaft eines bulligen Sicherheitsmannes in einer Luxuslimousine wieder, bekommt einen Grüntee gereicht zu den Worten „Mr. Morales, Sie sind bei uns in den besten Händen“. Überwältigt sitzt er und geniesst Tee und Fahrt, hört aber aus 3 dem Headset des Sicherheitsmannes die Worte „Ist der Heli bereit?“ und staunt um so mehr. Dann wird der Wagen seitlich gerammt und überschlägt sich. Michael wird bewusstlos.

Szene 4: Theresa – abgeschleppt und aufgegabelt

Theresa ist knapp bei Kasse, aber sie ist erfahren darin, sich aushalten zu lassen. Also verabredet sie sich mit einem vielversprechenden Businesstypen in einer Studentenbar, was sie etwas jünger erscheinen lassen soll als sie in Wahrheit ist. Paul Tanner verwirrt ihre ansonsten recht guten Antennen offenbar grundlegend, denn sie hält den Technokraten von Anfang an für einen coolen Typen und guten Fang. Nach einem Stop in einem Musiklokal mit Getränken und Häppchen sprechen die beiden über das Übliche. Er ist offenbar ein Bürohengst aus dem mittleren Management bei Voss Industries, ganz gut bei Kasse und ist auch bereit nach dem Musiklokal noch den Hearts Club aufzusuchen. Dort plant Theresa den Kerl dann nach ein paar Tänzen abzuservieren. Als sie auf das Taxi zum Club warten, wird Theresa von einer älteren, farbigen Frau umgerannt, sie entschuldigt sich und hilft der älteren Frau auf. Dann im Taxi spürt sie ein kleines hölzernes Kreuz in ihrer Manteltasche. Dann stehen Sie in der Warteschlange zum Hearts Club, doch irgendetwas läuft schief. Ein Polizist ruft nach Theresa und will sie mit auf die Wache nehmen für eine Aussage, allerdings wird nicht klar zu was genau. Paul Tanner will „die Sache regeln“, was aber kurz darauf nur dazu führt, dass er zusammen mit zwei Polizisten zurück kommt und Theressa gegen ihren Willen und unter starkem Protest in einen Streifenwagen gestopft wird. So kommt auch sie unfreiwillig ins Revier Downtown.

Szene 5: Cassian / Jin Zhong – Anwerbung oder Verhör?

Cassian tigert unruhig in seinem Verhörzimmer herum. Er starrt in die Kameras, schneidet Grimassen in die verspiegelte Glasscheibe und wird schliesslich von einem Mann ganz in Schwarz besucht. Schwarzer Anzug, schwarzes Hemd, schwarze Krawatte. Der Mann stellt sich als Dr. Adrian Graham vor und spricht Cassian konsequent als „Mr. Jack“ an. Cassian beleidigt daher direkt den Stil des Mannes als priesterlich und pocht auf Ausweis und Führerschein, nennt seinen echten Namen und beharrt auf „seinen Rechten“. Erst milder, dann ernster Spott, schließlich die unverholene Drohung mit 20-30 Jahren in einem “schönen Loch extra für Sie ausgesucht“ treffen auf einen dickköpfigen Cassian, der bis zum Ende jegliche Kooperation mit den „Arschkrampen“ im Anzug ausschlägt. Dr. Graham verlässt angewidert den Raum und meint „wir hätten mehr von Ihnen erwartet, sie werden ihrem Ruf als hochintelligenter Mensch nicht im Mindesten gerecht“. Währenddessen sitzt „einfach nur John“ in einem Verhörzimmer zwei Räume weiter und knetet sich die müden Finger. Diese Nachtschicht schafft ihn zusehens. 4 Dann wird seine Aussage aufgenommen und er wird dennoch gebeten noch zu warten. Dann überrascht ihn Juliet Munroe mit einem Besuch. Mit der Frau die vor seinen Augen einen Mann erstach hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Sie stellt sich als Sicherheitschefin von Voss Industries vor und macht ihm Komplimente zu seiner anpackenden Art und umgart ihn schliesslich sogar mit „mein guter Freund“… bis sie ihm auf die Frage ob er für besseres Geld, bessere Bedingungen und bessere Aufstiegschancen den Arbeitgeber wechseln wolle ein „Warum nicht?“ von Jin Zhong erhält. „Sie glauben noch an das Gute in der Welt, das ist charmant.“ Und damit verlässt sie ihn mit dem Hinweis dass er bald von Ihr hören wird, denn sie „lässt gerne Dinge nicht unerledigt.“

Szene 5: Michaels Offenbahrung

Michael kommt kopfüber zu sich und befreit sich aus dem Sicherheitsgurt. Von draussen sieht er wie sich der schrankhafte Securitymann aus dem Auto zieht und dabei gleich ein Metallteil mit aus sich selbst heraus zieht. Für einen Moment erhascht Michael einen Blick unter die aufklappende Haut und entdeckt darunterliegendes … Metall? Dann geht alles sehr schnell. Ein kaukasisch aussehender Mann stürmt auf Michael zu, der Schrankmann hat plötzlich eine Waffe in der Hand. Ein blendender Blitz trifft den Securityschützen, dieser schiesst doch die Kugeln zerplatzen an einer Art göttlichem Lichtschild in kleine Stücke. Der Fremde fordert Michael eindringlich auf mitzukommen, denn sie haben keine Zeit mehr. Dann trifft Michael erst eine dann eine zweite Kugel, herumwirbelnd erkennt er dass der Securitymann auf ihn geschossen hat. Dann verschwindet er Schmerz, er geht doch nicht zu Boden und erkennt dass dieser „Engel“ der ihm erschienen ist offenbar sein Schusswunden geheilt hat. Er blickt einen Augenblick auf den Anhänger um den Hals der Erscheinung die sich als Marcus Cain vorstellt? So richtig hört er die Worte nicht, er starrt nur auf das goldene Rad und stolpert hinterher in einen unauffälligen Van, dessen Türen sich hinter ihm schließen.

Szene 6: Die Lichter gehen aus – für manche so richtig

Theresa findet sich einige Zeit lang komplett unbeachtet in einer Befragungszelle mit verspiegelter Wand wieder. Dann gehen plötzlich alle Lichter aus und sie hört das Knacken des Schlosses der Tür. Das Holzkreuz in ihrer Hand strahlt plötzlich Kälte aus. Sie schleicht sich hinaus auf den Gang, biegt rechts ab und sieht dann eine Art Erscheinung im Gang. Graues Leuchten umrahmt eine hoch gewachsene Frau mit braunem Pferdeschwanz. Dann geht es ganz schnell, einmal, zweimal wird sie von kaltem Stahl gestochen und sinkt sterbend zu Boden. „Grüß Elena wenn Du auf der anderen Seite ankommst“ ist das Letzte was Theresa hört bevor Ihr Körper unter den zielsicheren Todesstößen aufgibt – sie stirbt in dem Gang. 5 Währenddessen gehen einen Raum weiter ebenfalls die Lichter aus, im Raum vom Cassian. Doch erkennt er im Dunkel eine Art grünlich schimmernde Erscheinung. Wie als wäre die Matrix höchst selbst aufgebrochen sieht er eine aus Zeichen bestehende Gestalt, die sogar direkt zu ihm spricht. „Ich bin Mr. Jack“ und dann folgen direkte Anweisungen und die klare Ansage dass alle hier sterben werden wenn Cassian nicht direkt befolgt was gesagt wurde. „Ich dig Deinen Style Mann“ und mehr Fragen oder Nachforschungen spart sich Cassian. Er gehorcht dem Geisterhacker aufs Wort und geht zwei Räume weiter wo der hühnenhafte Jin Zhong brav in der Zelle wartet. „Du bist John?“ Ein Nicken und ein fragender Blick. Nach einer wirren aber offenbar überzeugenden Rede von „sofort mitkommen“ über „keine Zeit sonst sterben wir alle“ bis zu „glaub mir ich hab nen Plan und einen Mann im Ohr“ bekommt er „John“ irgendwie überzeugt ihm zu folgen. Sie huschen auf Mr. Jacks Anweisung im kompletten Dunkel in einen Nebenraum, warten eine „Gefahr“ ab und huschen weiter in den Gang in dem Theresa starb. Auf dringende Anweisung und mit genervtem Entgegenkommen von Jin Zhong, schnappt sich dieser die offensichtliche Leiche. Mit einem beherzten Spurt stürmen die beiden mit Theresa über der Schulter auf den Parkplatz vor dem Revier. Ein unauffälliger, weißer Van mit offenen Türen wartet und eine freundlich klingende, in eine Kutte gehüllte Frau geleitet die beiden hinein. „Sister Mercy kümmern Sie sich um Theresa“ hört man vom Fahrersitz. Der Mann stellt sich während des Losfahrens als Professor Oreas Crane vor und man bemerkt den anderen, schüchternen Mann im Innenraum – Michael. Dann zieht Theresa tief keuchend die Luft ein und richtet sich auf. Alle staunen stumm, Sister Mercy lächelt und streicht ihr über die Stirn. „Ihr seid hier erstmal sicher vor denen“ hört man vom Fahrersitz. Cassian durchbricht die Stille: „Wer sind denn bitte DIE?“ - „Voss und seine Schergen“. Dann biegt der Van quietschend auf eine Hauptstraße ab und …

… die erste Sitzung Mage the Ascension – Detroit die träumende Stadt endete.