Open in TheBrain

Positionierung

An alle, die spüren, dass es so wie bisher nicht weiter geht… aber noch keine Antwort auf die Frage gefunden haben „Aber wie könnte es denn weiter gehen?“

Lieber Unternehmer,

Nein, Du bist kein junger wilder Start-Up, der mit einer verrückten Produktidee, schnell reich werden will und statt bei „In der Höhle des Löwen“ sich zu uns verirrt hat.

… obwohl Du Dir schon in vielen Aspekten Deine Leidenschaft und Begeisterung bewahrt hast.

Nein, Du bist auch kein Adept der NewWork Bewegung, und glaubst weder daran, dass Unternehmen kollektives Eigentum aller sein und jede Entscheidung basis-demokratisch im Open Space ausdiskutiert werden muss.

… obwohl Dich schon einige dieser Ideen mit ihrer Frische und Andersartigkeit irgendwie anticken.

Nein, Du bist auch keiner der den guten alten ordentlichen Zeiten nachtrauern, in denen „Nur oben in der Chefetage gedacht – und nur unten in der Linie gemacht“ wurde und Gesetz war, was der Chef sagte und jedes Widerwort einer Majestätsbeleidigung nahe kam.

… obwohl Du wahrscheinlich in jener Zeit sozialisiert wurdest, und Du vielleicht noch ein paar Überzeugungen aus dieser Zeit unbewusst lebst.

Du… bist irgendwo dazwischen.

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zwischen klarer Top-Down Ansage „So wird’s gemacht!“ UND „Was meint Ihr dazu?“ (Teilhabe auf Augenhöhe)

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zwischen „Wenn ich mir keine Gedanken mache, tut´s keiner“ und dem Gefühl, dass es vielleicht doch mehr Menschen in Deinem Unternehmen gibt, die sich mit Dir Gedanken machen wollen.

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zwischen „Festhalten“ und „Loslassen“ von Verantwortung

Du… kommst Dir manchmal vor wie der Esel, der zwischen den beiden Heuhaufen verhungert ist, weil er sich für keinen entscheiden konnte.

Die gute Nachricht: Du musst Dich nicht entscheiden. Wie wäre es, das Beste aus zwei Welten zu wählen?

Ich bin Unternehmer.

Ich bin aufgewachsen und sozialisiert in einer „ordentlichen“ Welt.

In einer Welt,

…. In der wir uns Ziele gesetzt haben und den Weg zu diesen Zielen geplant haben. Wenn der Plan gut war, hatten wir Erfolg. Wenn wir keinen Erfolg hatten, war der Plan schlecht und wir lernten besser genauer zu planen. Gut Planen hieß, alle möglichen Störquellen vorherzusehen und auszuschliessen.

Jedes Jahr setzten wir uns 1-2 Tage zusammen und legten die Ziele für das nächste Jahr fest. Wir – das waren ich und meine Führungskräfte – wir waren die Denker .. und haben danach jedem gesagt, was jeder einzelne wie zu tun hatte.

(Na gut … wir haben zwar nicht alle Ziele erreicht, die wir uns ausgedacht hatten und auch Ziele erreicht, die wir gar nicht auf dem Plan hatten… aber wir hatten Erfolg .. und das lag ja wohl daran, dass wir einen Plan hatten.

(Na gut .. nicht alles… Gerade in der letzten Zeit schien es, dass die Realität schneller war als unsere Pläne…. Kaum hatten wir unsere Jahresziele verabschiedet, kam eine tolle Chance um die Ecke, die unseren schönen Plan schon im Februar völlig über den Haufen warf.)

… in der jeder genau wusste, was er zu tun und zu lassen hatte. Dazu gab es Stellenbeschreibungen, ein klares Organigramm mit festen Positionen, Urlaubsregelungen, Dienstpläne, Weiterbildungspläne. Kurzum: Alles war geregelt.

… in der wir wussten, was wir zu tun haben. Ganz gleich ob es sich um Preise handelte, oder um die Einführung einer neuen Dienstleistung. Wir hatten die Kompetenz und die Erfahrung, was zu tun ist. Ganz abgesehen davon gab es eine Menge Best Practice.

(Na gut… viele der best practice Ideen, mit denen andere Unternehmen Erfolg hatten, funktionierten bei uns weniger gut…. Aber vielleicht haben wir das auch nicht konsequent genug umgesetzt.)

… in der wir genügend Mitarbeiter fanden die auch wirklich gut funktionierten.

Meist reichte eine einfache Zeitungsannonce und ein paar kurze Vorstellungsgespräche und wir fanden, was wir brauchten. Und .. die Neuen waren echt dankbar, einen guten Job bei uns zu haben. Sie taten, was sie sollten. Punkt!

(Na gut… auch nicht immer .. um ehrlich zu sein…schon lange reicht eine Annonce nicht mehr und die, die sich darauf melden … Puhhh….Und wenn wir mal einen wirklich tollen MA erwischen, dann will der jetzt plötzlich nicht nur arbeiten… sondern sich irgendwie selbst verwirklichen.. und fragt gleich mal nach irgendwelchen Arbetszeitmodellen)

… in der man seine besten Mitarbeiter zu Führugskräften machte.