Alexander, Gerda
„Eutonie ist kein Zustand von Entspannung, sondern ein Zustand von harmonisch ausgeglichener, flexibler Spannung.“
„Es geht nicht darum, sich zu entspannen, um schlaff zu werden. Es geht darum, die Blockaden zu lösen, damit die Lebensenergie frei durch den Organismus strömen und genau die Kraft entfalten kann, die im Moment gebraucht wird.“
„Eine starre Haltung ist immer das Ergebnis von Angst – der Angst, die Kontrolle zu verlieren oder nicht zu genügen. Haltung im eutonischen Sinne ist fließend und reagiert lebendig auf die Umwelt.“
„Ich korrigiere niemanden. Wenn ich korrigiere, nehme ich dem Menschen die Chance, sich selbst zu entdecken. Ich biete Bedingungen an, unter denen das Nervensystem sich selbst regulieren kann.“
„Es gibt keine ideale Haltung, die für alle Menschen gilt. Jeder Mensch hat seine eigene, ganz persönliche Anatomie und Geschichte. Die beste Haltung ist die, bei der das Skelett das Gewicht trägt und die Muskeln frei für die Bewegung sind.“
„Durch den bewussten Kontakt mit dem Boden oder einem Objekt überschreiten wir die Grenzen unseres Egos und treten in einen echten Dialog mit der Realität.“
„Berührung ist keine Einbahnstraße. Wenn ich jemanden berühre, muss ich gleichzeitig spüren, wie ich berührt werde. Erst in dieser Gegenseitigkeit entsteht therapeutischer Raum.“
„Wenn der Mensch lernt, seine Knochen von innen heraus zu spüren, findet er einen Halt, der unabhängig von äußerer Bestätigung ist. Das Knochenbewusstsein schenkt uns eine tiefe, existentielle Sicherheit.“
Ihr Leitspruch für autonomes Lernen: „Das Ziel der Eutonie ist es nicht, mich nachzuahmen, sondern dass Sie Ihr eigener Lehrer und Meister werden.“