THEORIEMASCHINE
I.
Die hier vorliegende Arbeit dokumentiert den aktuellen Prozeßstatus einer langfristig angelegten inhaltlichen sowie gestalterisch-technologischen Entwicklungsarbeit im Bereich komplexer Wissensysteme. Sie vergegenständlicht Erkenntnisansprüche der Bildenden Wissenschaft, des Wissensdesigns und der visuellen Kommunikation vermittels semantisch korrespondierender, modularisierter, theoretischer Objekte. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich der systemisch konzipierten Epistemologie gestalterischen Denkens und Tätigwerdens(techne), ihr langfristiges Ziel ist die automatisierte Verdichtung und selbstständige Fortschreibung gestaltungsbezogener semantischer Themenfelder zu Erkenntnisobjekten mittels künstlicher Intelligenz.
II.
Die Arbeit hat im Jahr 1993 ihren Anfang genommen und mündete prototypisch zunächst 1999 in eine von der Uni Wuppertal angenommene Dissertation mit dem Titel:
Ästhetisches System.
Entwicklung und Realisation eines adaptativen HyperMedia-Interface im WWW zum Crossover von Nichtnormativer Ästhetik, nach Bazon Brock und neuerer Systemtheorie, insbesondere nach Niklas Luhmann.
Eine ausführliche Dokumentation der damaligen Arbeit findet sich im beiliegenden Dokument (Dokumentation_1999)
Die damalige Arbeit selbst befand sich bis 2019 auf dem Webserver der Uni Wuppertal unter der Adresse:
http://www.brock.uni-wuppertal.de/Vademecum/
Die Archivierung wurde vom Rechenzentrum der Universität Wuppertal nach 20-jähriger Betriebsdauer im Jahr 2019 turnusgemäß aufgegeben.
III.
Eine Weiterentwicklung des damaligen Tools wurde über Jahre betrieben, war aber auf der Basis von Java letztlich nicht erfolgreich. Inhaltlich ist die Anwendung über die Zeit jedoch erheblich gewachsen. Wir haben uns deshalb entschlossen, unsere Inhalte unabhängig von der laufenden Entwicklung an einem eigenen Tool in einem dafür geeigneten Softwareprodukt im WWW zu publizieren.
Die Software TheBrain (http://www.thebrain.com) ist die derzeit einzige Archivierungs-Dokumentations- und Visualisierungsanwendung, die unsere Ansprüche erfüllt. Sie kann Texte, Bilder und Anhänge verschiedener Formate aufnehmen und angemessen über ein Web-Interface zur Darstellung bringen. Die Desktop-Variante bietet mehr Möglichkeiten der Vernetzungsdarstellung (siehe Bildbeispiel), die Webversion ist zur Dokumentation unseres Vorhabens jedoch ausreichend. Sie ermöglicht die nichthierarchische Darstellung von Themenkomplexen, die semantisch korrespondieren und die basalen Möglichkeiten des Hypertextes eröffnen. Nonhierarchische Zusammenhänge ergeben sich dadurch, dass die vernetzten Begriffe nicht auf der Fläche, sondern auf einer Kugel angelegt sind. Die Anwendung ist auf Small Devices umfänglich lauffähig und mittels entsprechender Apps auch editierbar.
IV.
Zukünftige Anwendungen reagieren auf individuelle Fragestellungen durch ein automatisiertes Arrangement einzelner Theoriebausteine zu semantisch codierten Verstehenszusammenhängen. Diese werden auf Anfrage linear fixiert und bei Bedarf verbal vorgetragen.