Denkmal
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<p>"Denk-mal-nach"und zwar über Dich selbst. Mit der gleichen Ernsthaftigkeit, wie du über Kulturdenkmäler nachdenkst. Du wirst feststellen, daß du nichts bist, als der Weg den du gegangen bist, als die Spuren, die du hinterlassen hast. Nur aus den Zeugnissen Deiner Lebensspuren kannst du Dir den Zusammenhang Deines Lebens rekonstruieren (Biografie).
Bruchstücke und Fragmente, in Vitrinen, Schubladen oder im Keller aufbewahrt, sind Denkmäler, die von der Vergangenheit zeugen. Eine Vergangenheit, der wir fremd gegenüberstehen, obwohl es die eigene ist. Der Unterschied von damals und heute ist wichtig. Geschichte ist Herstellen von Differenz: der Tod ist das Problem der Lebenden. Das Gewesene ist unwiederhobar, aber gerade darin hat es seine Bedeutung.
Denkmalpflege heißt, die Bedeutung des Gewesenen von heute aus zu erschließen. Die so entstehende historische Distanz evoziert die Erinnerung, erweckt Stein zum Leben, läßt Scherben sprechen. Nur so ist das Gewesene nicht verloren. Sich selbst zum Denkmal machen, heißt, sich seine Biographie aus den Spuren der Vergangenheit zu erschließen.
(vgl. Pompejanischer Blick)</p>
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