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Täterblick

<div class="runtext">Ich bin die Wunde und das Messer.

Ich bin die Fresse und der

Faustschlag in die Fresse.

Ich bin der Körper und das Kreuz,

das Opfer und der Täter

(Charles Baudelaire)

Die Nichtnormative Ästhetik lehrt uns, Phänomene wie Größenwahn, Herrschsucht, Machtgier &#160;&#160;nicht nur bei anderen anzuprangern, sondern an sich selbst zu erkennen. Es geht darum, zu verstehen, wie sehr wir uns selbst nach der Auslebung unserer Phantasien sehnen.

Also sollte man nicht so tun, als könne man nicht nachvollziehen, was andere Menschen zu ihren bisweilen abwegigen Handlungen treibt. Es ist das gleiche Motiv, das uns selbst innewohnt. Der Unterschied liegt darin, daß man sich selbst als denjenigen erkennen sollte, der von Sehnsüchten geplagt nach Erfüllung strebt. Nur dann, kann man nämlich Verfahren entwickeln, sich selbst zu verhindern und dementsprechend auch andere vor der Zumutung einer erzwungenen Unmittelbarkeit schützen.

Kein Faschist ist nur, wer weiß, daß er durchaus einer sein könnte. (Bazon Brock)</div>

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