Content first
<p>In einer Zeit in der sich die technischen Standards und Möglichkeiten in einer rasanten Entwicklungsdynamik befinden, muss der Gestalter sich in die Lage versetzen die technische Entwicklung zu beobachten und mit aktuell möglichen und nutzbringenden Inhalten zu verweben. Durch die Vielfalt der inhaltlichen Dimensionen im Netz, die jedermanns Zugriff ausgesetzt sind und die von jedermann produziert werden können, wird es für den Gestalter zur wachsenden Notwendigkeit, Inhalte bedeutsam und damit unterscheidbar zu machen.
Der Gestalter wird mehr und mehr zum Konfigurator, zum Konstrukteur von Inhalten, die durch die Dynamik und die Qualität ihres Nutzwertes sich bereits von anderen unterscheiden.
 
Erst jetzt, nachdem die Inhalte klar sind, nachdem Inhalte von Inhalten unterschieden wurden und vorkonfiguriert sind, beginnt der Teil der Gestaltung, mit dem traditionelle Gestalter in älteren Medien sich im wesentlichen beschäftigt haben. Erst jetzt geht es darum, die inhaltliche Konstruktion zur <a href="brain://TzSrd3QjVl-5-jgiKa0eaQ/Gestalt" class="thought-link">Gestalt</a> werden zu lassen, geht es um die Anordnung von Zeichen auf einer zweidimensionalen Oberfläche, um malerisches Raffinement und bildsprachliche Subtilität, um die Verknüpfung der Zeichen mit Sprache, Sound und um die Ausformulierung eines hypermedialen Raumes, in dem Zeichen, Klang, Bild, Bewegtbild eine emergente Gestalt gewinnen und der Rezeption zuhanden gemacht werden.</p>