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Action-teaching

Von Bazon Brock in den 60er Jahren entwickeltes Unterrichts- und Schulungskonzept, welches die künstlerischen Programmatiken von Fluxus, Happening (it happens - und ich bin dabei) und Agit-Pop vereint, um sie für die Rezipientenschulung nutzbar zu machen. Dabei kommen insbesondere dramaturgische und inszenatorische Effekte aus der analytischen Theaterarbeit zur Geltung. Der Seminarraum wird zur Bühne für Selbst- und Fremdinszenierungen. So hat Brock während seiner Seminarveranstaltungen Eis verteilt, um "wenigstens das Rezeptionsniveau einer Kinoveranstaltung zu erreichen", sich einen weißen Kittel angezogen, um das Phänomen der Autoritätsgläubigkeit zu konterkarieren, Vorträge im Kopfstand gehalten, usw.

Beim Action-teaching kommt es nicht nur drauf an, vorgegebene Themen abzuhandeln, sondern Anregungen und auch Störungen aller Beteiligten aufzunehmen und als Thematisierungsangebot zu nutzen. Action- Teaching lebt von der Fähigkeit zu spontaner Problematisierung (vgl. genius loci, Abstraktion). Dewegen ist aktive Mitarbeit der Teilnehmenden unverzichtbar. Das fällt den meisten Leuten allerdings recht schwer, da sie im wesentlichen in der Rolle des Beobachters geschult sind. Der plötzliche Rollenwechsel vom Beobachter zum Beobachteten unter "Echtzeitbedingungen" verlangt die Fähigkeit zur Selbstdarstellung. Die Brockschen Schulungseinheiten bieten hierfür eine hervorragende Plattform.

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