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Agit-Pop

<div class="runtext">Von Bazon Brock Anfang der 60iger Jahre entwickelte Strategie, welche Elemente aus Fluxus, Happening- Kunst und Pop-Art nutzt, um scheinbar unaufhebbare Bedingtheiten sozialer Tatbestände und deren Folgeerscheinungen exemplarisch vorzuführen. Der Agit-Pop-Artist reflektiert auf gesellschaftsrelevante Alltäglichkeiten und konfrontiert sie mit künstlerischen und hochkulturellen Strategien und Unterscheidungsmustern. Er versucht dabei nicht, die Hochkulturunterscheidungen massenkommunikationsfähig zu machen, sondern zeigt, daß in modernen Gesellschaften sich die Dimensionen von <a href="brain://XFcjOTMIVV-OsFPANkcpkA/Kunst" class="thought-link">Kunst</a> und Kultur automatisch auf die Alltagswelt erweitert haben. (Kunst löst sich in <a href="brain://SDDKoD_DslCc1QcCH-a8yw/Kommunikation" class="thought-link">Kommunikation</a> auf)

Bei den Brockschen Agit-Pop Aktionen handelt es sich im wesentlichen um Action-Teaching, Agitationstheater und Straßentheater.

Brock nutzt auch heute noch jede erdenkliche soziale Situation, die ihm geeignet erscheint, zur Vorführung seiner Agitationsfähigkeit. Dies geschieht im wesentlichen durch unvermittelte Thematisierung sozial relevanter Problemaspekte unter der Bedingung öffentlicher Beobachtung. Dabei werden auch Tatbestände aufgegriffen, die nach dem Dafürhalten des Einzelnen durchaus dem Bereich des Persönlichen anzurechnen wären. Gerade das Persönliche aber, so Brock, dient im Medium der öffentlichen Kommunikation als Schutzinstrument vor der Zumutung einer Begründungspflicht. Da die Wirkungen persönlicher Vorlieben oder Bedingtheiten aber den Bereich des Öffentlichen betreffen, kann niemand von seiner Begründungspflicht unter Hinweis auf Wahrung seiner Intimität befreit werden. Wenn jemand in seinen Handlungen also als exemplarischer Fall für ein allgemein relevantes Problem erkannt wird, muß er sich die Thematisierung seiner Handlung im Sinne des "öffentlichen Interesses" gefallen lassen.</div>

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