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Faschismus

<div class="runtext"><i>Kein Faschist ist nur, wer weiß, daß er durchaus einer sein könnte. (Bazon Brock)</i>

Faschismus läßt sich nicht nur vestehen als eine bestimmte weltanschauliche Position mit nationalistischer, fremdenfeindlicher und dogmatisch agressiver Färbung (vgl. <a href="brain://L90lRoBgvF--Oei-wtudeg/Barbar" class="thought-link">Barbar</a>), sondern als jedweden Versuch, seine eigenen Phantasien, Wünsche oder Ideen gegen den Widerstand der Realität auszuleben. Der Faschist versucht seine Träume zu verwirklichen und deshalb zwingt er die Realität unter seine Knute. Folglich geht es in der Nichtnormativen Ästhetik vor allem darum, klarzumachen, sich selbst als potentiellen Faschisten und Möchtegern-Durchsetzer der Wünsche gegen eine sperrige Außenwelt zu begreifen. Wir alle neigen dazu, die Differenz zwischen Denken und Sprechen, Plan und Tat, Wunsch und Wirklichkeit (vgl. &#160;<a href="brain://vyPiirh9x1u_oALUQlOxrg/ÄsthetischeDimension" class="thought-link">Ästhetische Dimension</a>) eliminieren zu wollen.

Für den aufgeklärten Zeitgenossen aber gilt: die Verwirklichung der Wünsche geschieht im Kopf und sonst nirgends.</div>

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