Danke
<div class="runtext">Für viele ein Fremdwort. Bazon Brock beschwert sich sehr oft darüber, daß gerade seine Leistungen von vielen so selbstverständlich hingenommen werden, daß sie unbedankt bleiben. Beispiel: Brock war Jahre lang Dekan am Fachbereich 5 der Uni Wuppertal. In diesen Jahren hat er erstaunliches für den Fachbereich geleistet. Der Autor dieser Zeilen (AdZ) hat miterlebt, wieviel Zeit und Mühe Woche für Woche für Verwaltungsaufgaben aufgebracht werden mußten. Unter anderem ist es Brock zu verdanken, daß der Fachbereich sich auf die Räume in der Hofaue ausbreiten konnte. Als Brock das Amt an seinen Nachfolger übergab, erinnerte sich keiner mehr der Leistung. Kein Dank. Auch der AdZ brachte Brock nur Dank entgegen, wenn er unmittelbar mit Zigaretten oder Büchern beschenkt wurde. Folgender Syllogismus namens Elke, der zu überprüfen bleibt, wird nun aufgestellt:
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<li>Nur einsichtsvoller Dank ist wirklicher Dank.</li>
<li>Die Einsicht kommt immer verspätet.</li>
<li>Nur verspäteter Dank ist wirklicher Dank.</li>
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Der wirkliche Dank kann, da er in Differenz zur tatsächlichen Dankessituation steht, nicht mehr ohne Empfindung einer kognitiven Dissonanz an den tatsächlichen Dankesempfänger adressiert werden. Der wirkliche Dank wird deshalb unterbewußt an einen Ersatzempfänger adressiert. Beispiel: Kinder können ihren Eltern nicht für die eigene Aufzucht danken. Sie zeigen ihren Dank vielmehr dadurch, daß sie selbst Kinder großziehen. Den Eltern wird erst gedankt, wenn sie bereits tot sind. Bezogen auf Brock stellen sich jetzt folgende Fragen: wer hat die Dankessublimation entgegengenommen? Kann man unter der Bedingung der Erkenntnis, daß der Dank sublimiert wurde, eine Sublimationssublimation vollziehen und Bazon Brock dennoch danken?
Wer eine Antwort auf diese Fragen weiß, oder wen das schlechte Gewissen, die verspätete Erkenntnis oder die bessere Einsicht ereilt, der sollte die Gelegenheit nutzen, Bazon Brock jetzt und hier dennoch zu danken.
http://bazonbrock.de</p>
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