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Documenta

Kasseler Großkunstereignis, bei dem ein ausgewähltes Team von Kunstkennern unter der Leitung eines international renommierten und noch anerkannteren Kunstkenners dem Publikum aus aller Welt die nach Kennermeinung bedeutsamsten Künstler dieser Welt präsentiert.

Bazon Brock versucht seit 1968 das heillose Durcheinander dem Publikum dadurch näherzubringen, daß er die auserkorenen Exponate unter einem Hauptgesichtspunkt thematisiert.

Wem es nämlich nicht gelingt, ausgestellte Objekte mit spezifischen Unterscheidungen zu konfrontieren, der kann - so lehrt es die Erkenntnistheorie - zwar wahrnehmen, aber überhaupt nichts verstehen und dementsprechend das Kunstereignis nicht als Kunst- sondern lediglich als Massenkommunikationsereignis konsumieren.

Brocks Vorwurf an die Documenta-Organisatoren lautet dementsprechend: das Volk wird am Großkunstereignis zwar formell und vor allem finanziell beteiligt, aber es wird nicht informiert, (vgl. Information, Inkorporation) es wird also nicht in die Möglichkeit versetzt, das Gesehene auf angemessene Weise zu rezipieren. Dem wirkt Bazon Brock mit seiner Besucherschule unerbittlich entgegen.

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