Kritik
<div class="runtext">In Zeiten des anything goes und der Überflutung mit unnützem Zeug, mit Daten, Texten, Materialien und Werken, von denen niemand mehr (mit Ausnahme der Autoren selbst) zu profitieren scheint, muss man unter Kritik den Versuch verstehen, das Sinn- und Bedeutungslose vom Brauchbaren zu unterscheiden. Da das Bedeutungslose und der Stumpfsinn in der modernen Gesellschaft mehr und mehr die Definitionsmacht übernehmen, ist von der Kritik ein radikales Vorgehen gefordert. Kritik ist vor allem Kritik an der Entfaltung der <a href="brain://IdczRFFlBVm8E-tALIUWvw/LogikDerDummheit" class="thought-link">Logik der Dummheit</a>, es ist der Versuch der Widerlegung, der Zermalmung, der Zerstörung und Entweihung aller Produktionen, die Definitionsmacht anstreben, ohne dafür eine plausible Begründung zu liefern. Hier muß Kritik schonungslos angreifen, sachlich falsch zeichnen, aussortieren.
Um dies leisten zu können, muss die Kritik sich selbst kritisch hinterfragen (vgl. <a href="brain://MCyyCVMQy1mMQTaVakHwiQ/Reflexivität" class="thought-link">Reflexivität</a>). Sie muss ihre eigene Sichtweise offenbaren und diese gegen andere Sichtweisen durchsetzen. Deswegen geht der Fähigkeit zur Kritiknahme immer die Kritik an der Kritik voraus.
Folgende von der Nichtnormativen Ästhetik kritisch hinterfragten Parameter dienen als zivilisatorisch gewachsene und geprüfte Standards zur Zermalmung und Zerschrottung unbrauchbarer Hervorbringungen aller Art:
<ul>
<li>Rationalität</li>
<li>Qualität</li>
<li>Funktionalität</li>
<li>Moral</li>
</ul>
</div>