Bazon
Künstlername von Jürgen Brock seit Ende der 50er Jahre. Brock wurde bereits zu seiner Gymnasialzeit am Kaiser-Karl-Gymnasium in Itzehoe als Schwatzbacke, Maulheld und Vielredner angesehen. Deshalb erhielt er den Schimpfnamen Bazon, gr.: Schwätzer. In den darauffolgenden Jahren demonstrierte Brock, wie man Schimpfnamen zu Ehrennamen macht. Nämlich indem man das angebliche Leiden durch Thematisierung in eine Leidenschaft verwandelt. Aus dem Schwätzer wird der Sprachakrobat, der reflexive Dichter, der Sprachtheoretiker. Sprache und Reden werden zum Thema, zum Medium, zur Methode. Aus dem Verhältnis von Sprache, Denken und Wirklichkeit entwickelt Brock bereits in jungen Jahren das Fundament der nichtnormativen Ästhetik.