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Krankheit

Durch Kopfwunde zum bedeutenden Gelehrten!

"Krankheit ist was produktives. Fängt nicht Überall das Beste mit Krankheit an?", sagt Novalis und auch Alfred Adler vermerkt: "je stärker Organe gereizt oder erregt werden, desto leistungsfähiger und widerstandsfähiger sind sie". Gerade überreizte und nervös bis hysterische Menschen, die sich einem permanenten Verschleiß aussetzen, erreichen ein hohes Alter bei gleichbleibender Gesundheit. Der solide lebende Durchschnittsmensch ist der Verkalkung viel schneller ausgesetzt. Es fehlt ihm sozusagen an fruchtbaren Reibungen.

Differenz bereichert das Leben: der physiologische Defekt dient als Ansporn zur Leistung.

Blinde Huldigung produziert keine Reize! Vollkommene Schönheit korrespondiert mit fadem oder nichtvorhandenem Charme. (vgl. Fragment) Nach Friedell1 ist gerade der minderwertige Organismus Träger der Evolution.

Fußnoten

  1. Egon Friedell: Kulturgeschichte der Neuzeit, Bd. 1, München 1986, S. 75

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