Esse est percipi
Das Sein ist wahrgenommen. Häufig benutzte Formel, um die Differenz zwischen Sein (Ontologie) und Beobachtetsein (moderne Epistemologie) deutlich zu machen. Nur dasjenige Sein kann unterschieden werden und somit Bedeutung gewinnen, das beobachtbar ist. Während man in vormodernen Zeiten das Wesen in der Substanz suchte, muß in der modernen Welt das als wesentlich und wesenhaft gelten, was sich vergegenständlicht. Demnach liegt das Wesen also weder im Sein, noch im Schein, sondern in der Einheit der Differenz von Wesen und Erscheinung und die ist wiederum beobachtungsabhängig (vgl. Beobachtung).Dies gilt übrigens für Personen wie Objekte gleichermaßen. Wer sich als Person nicht beobachtbar macht (in Szene setzt) bleibt für andere bedeutungslos.