Externalisierung
Vergegenständlichungsleistung des kognitiven Apparats im Sinne einer Entäußerung innerer Vorgänge. Man kann auch von Vergegenständlichungszwang sprechen, weil der innere Apparat aufgrund seiner Funktionslogik nicht umhinkommt, eine Differenz zu sich selbst herzustellen. Diese Differenz stellt sich in der Form innerer Bilder (vgl. Anschauung) oder Sprechakte dar. In diesem Sinne ist das Hervorbringen von Sprache, Worten oder Gesten als Funktion des Weltbildapparates zu verstehen und nicht als denotatives Zeichensystem.
So muß die äußere Welt verstanden werden als sprachliches Konstrukt vergegenständlichter Operationen des Weltbildapparates. Begriffe repräsentieren die Welt in Differenz zum Begriffenen. Deswegen kann es den Glaube an die Wahrheit des Begriffs nicht geben. Im Gegenteil: dieser Glaube ist die Erfindung des Lügners und in seinem Durchsetzungswille der Vorbote des Faschismus.